Fenchel

Bezeichnung:
Fenchel (Foeniculum vulgare) Familie der Doldenblütler (Umbelliferae)

Synonyme: Brotanis - Brotsamen - Femis - Fenikel - Fennisamen - Finchel - Frauenfenchel - Kammfenchel - Kinderfenchel - Langer Anis

Herkunft: Die Heimat des Fenchels ist das Mittelmeergebiet, Vorderasien und Persien. In diesen Gebieten ist Fenchel schon seit dem Altertum eine geschätzte Gewürz- und Heilpflanze. Heute wird der Wärme liebende Gewürzfenchel in der ganzen Welt kultiviert. Hauptanbauländer sind Italien (Süditalien), Frankreich (Südfrankreich), Spanien, Griechenland und Nordafrika. Fenchel wächst in jedem Garten und kommt auch vielfach verwildert vor.

Die Pflanze:
Die winterharte, von Natur aus mehrjährig wachsende Staude wird nur für die Samengewinnung zweijährig kultiviert. Fenchel als Gemüse wird nur einjährig angebaut. Die Pflanze wächst bis zu zwei Meter hoch und entwickelt zarte, filigrane, gefiederte Blätter, die dem Dill ähnlich sind. Die gerippten Blätter sind an der Blattscheide, der Basis der Blätter, fleischig verdickt und bilden eine zwiebelförmige Knolle. Der Fenchel ist eine Langtagspflanze, die an langen Sommertagen schnell in die Höhe wächst (man spricht dabei vom "Schossen" oder " in die Blüte Schiessen"), ist die Haupterntezeit dementsprechend im Spätherbst.
 

Geschichte: Fenchel ist eine der ältesten Kulturpflanzen und wurde von den Römern sehr geschätzt. Den Gladiatoren wurde Fenchel zur Stärkung in das Essen gemischt. Römische Damen assen den Fenchel, um schlank zu bleiben. Karl der Grosse verkündete anno 812, Fenchel gehöre in jeden kaiserlichen Garten. Im Mittelalter kaute man das Kraut um Magengeräusche während der Predigt in der Kirche zu unterdrücken.

 

Pflanzenteile: Verwendet werden die Samen und die Knollen.

Wirkstoffe: Vitamin A, Vitamin C, Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor, Anethol, Fenchon, Rutin

Verwendung bei:
 
Bindehautentzündung, Lichtempfindlichkeit
Melancholie, Depressionen, Schwermut
Magen- und Darmkoliken, Blähungen, Verdauungsschwierigkeiten, Völlegefühl, Mundgeruch
Husten, Bronchialkatatarrh, Asthma, Bronchitis
Durchblutungsproblemen, ständigem Frieren
Grippe, Erkältungen
Schlafstörungen (wirkt beruhigend)
Übergewicht
Nieren-Erkrankungen (harntreibende Wirkung)

Für stillende Mütter ist die milchfördernde Wirkung des Fenchel besonders hervorzuheben.
   
Anwendung: Tee, Ätherisches Öl, Gemüse

Fenchel hat eine schleimlösende, und krampfstillende Wirkung. Er findet Verwendung als Brust und Hustentee, bei Magenschwäche und besonders als Beruhigungsmittel für kleine Kinder.

 

Als Gemüse findet die Fenchelknolle in der Küche ein breites Anwendungsfeld. (man liebt sie, oder man zeigt ihr die kalte Schulter)

Tee:  1 Teelöffel frisch gequetschter Fenchelsamen mit einer Tasse kochendem Wasser übergiessen, abgedeckt 5-8 Minuten ziehen lassen. Mehrmals täglich 1-2 Tassen trinken. Bei Verwendung für Kinder kann man die gleiche Menge auch mit Milch kurz aufkochen.

Bestellungen und weitere Informationen bei http://www.jacaranda-blue.ch.