Hören Sie beim Ausdauertraining auf Ihr Herz!

Wer während des Ausdauertrainings die Herzfrequenz überwacht, lässt nicht nur die Pfunde purzeln, sondern kann auch gezielter seine Fitness verbessern. Das Training wird effektiver, weil weder zu intensiv, noch zu locker trainiert wird.


Wie wichtig ist es, auf die richtige Herzfrequenz zu achten?

In Bezug auf körperliche Arbeit ist die Höhe der Herzfrequenz ein Mass für den Beanspruchungsgrad des Herz-/Kreislaufsystems. Subjektiv hat man eher das Gefühl, eine tiefere Herzfrequenz zu haben, als dies wirklich der Fall ist. Das führt dazu, dass z.B. zu intensiv trainiert wird, mit der Folge, dass der gewünschte Trainingseffekt ausbleibt. Darum ist insbesondere für Trainierende im Breitensport wichtig, die Herzfrequenz während des Ausdauertrainings zu überwachen. Hierzu gibt es geeignete Geräte, welche die Herzfrequenz anhand eines Sensors messen und simultan auf einer Armbanduhr oder auf dem Ausgabebildschirm am Veloergometer anzeigen (sogenannte “Pulsmesser”).
 

Wie kann man die für das Training optimale Herzfrequenz ermitteln?

Grundsätzlich wird der Trainingseffekt durch die Intensität und die Dauer der Leistung bestimmt. Je höher die Intensität der Leistung, desto kürzer die Trainingsdauer. Je tiefer die Trainingsintensität, desto länger kann das Training fortgesetzt werden. Um das Trainingsprogramm optimal zu gestalten, sollten Sie Ihre maximale Herzfrequenz kennen. Diese lässt sich auf verschiedene Arten bestimmen (z.B. Bergaufrennen, möglichst schnelles Treppensteigen, etc.). Entscheidend ist, dass Sie sich zunehmend bis zur Erschöpfung belasten (vorausgesetzt Ihr Gesundheitszustand lässt dies zu).

Die höchste gemessene Herzfrequenz entspricht meistens der maximalen Herzfrequenz. Bei 75 % der maximalen Herzfrequenz (entspricht ca. 65 % der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max)) ist die Intensität der Leistung insofern optimal, als dass die absolute Fett”verbrennung” maximal ist, bei gleichzeitig gutem Trainingseffekt auf das Herz und das Kreislaufsystem. Nehmen wir an, Ihre maximale Herzfrequenz betrage 180 Schläge pro Minute. Dann wäre die optimale Herzfrequenz während des Trainings folglich 135 Schläge pro Minute. Diese Intensität sollte für mindestens 30 Minuten aufrecht erhalten werden. Es ist gut möglich, dass das zu Beginn noch nicht möglich ist.

Wichtig ist, dass Sie langsam beginnen! Wenn Sie sich z.B. fürs Joggen entschieden haben, marschieren Sie während der ersten paar Wochen zwischen den gelaufenen Strecken. Die effektive Laufzeit sollte jedoch 30 Minuten betragen. Mit der Zeit werden Sie die Märsche zwischendurch verkürzen können und schliesslich 30 oder mehr Minuten am Stück laufen können.
 


Was bedeutet trainieren im "aeroben Bereich"?

Lange andauernde, dafür weniger intensive körperliche Aktivitäten (mehr als 20 Minuten) sind nur über den Abbau von Kohlenhydraten (Glykogen) und Fett mittels Sauerstoff (“aerob”) möglich. Mit zunehmender Intensität der Leistung im aeroben Bereich wird proportional mehr Glukose oder Glykogen umgesetzt. Mengenmässig nimmt auch die Fett”verbrennung” zu, bis ein Maximum erreicht wird, bevor sie wieder abnimmt. Dieses Maximum liegt wie gesagt bei ungefähr 65% VO2max, was einer Herzfrequenz von ca. 75% der maximalen Herzfrequenz entspricht.

Mit weiter zunehmender Leistungsintensität steigt der Anteil der Energiebereitstellung ohne Sauerstoff (“anaerob”), mit der Folge, dass die Ansammlung von Laktat im Blut vorübergehend zunimmt. Laktat ist jedoch nicht – entgegen der im Breitensport und in der Fitnessbranche noch weit verbreiteten und wissenschaftlich unbegründeten Meinung – ein schädliches Abfallprodukt.

Laktat ist weder schädlich noch ein Abfallprodukt. Die Auffassung, dass Laktat im Muskel als Folge eines Mangels an Sauerstoff entsteht und nur in der Erholungsphase abgebaut werden kann, ist überholt.. Laktat ist ein wichtiges Ausgangsprodukt für den Zuckerstoffwechsel und Energieträger zwischen den verschiedenen Geweben im Körper. Das im Blut angesammelte Laktat gelangt somit zu verschiedenen Körpergeweben, wo es verstoffwechselt wird. Es wird nicht wie irrtümlich angenommen erst ab einer gewissen Leistungsintensität (“Anaerobe Schwelle”) produziert und abgebaut, sondern auch im Ruhezustand.


Methoden zur Messung der Herzfrequenz

Die Herzfrequenz kann durch Tasten an der Halsschlagader oder am Handgelenk gemessen werden. Hierzu wird z.B. während 30 Sekunden die Anzahl Herzschläge gezählt und mit 2 multipliziert. Diese Methode ist relativ ungenau, da es schwierig ist, während der Körper sich bewegt, die Herzfrequenz zu erfühlen. Als mögliche Alternative bietet sich die Herzfrequenzmessung mittels sogenannter “Pulsmesser”. Geeignete Sensoren messen die Herzfrequenz, welche dann auf einer entsprechenden Armbanduhr (z.B. Polar) abgelesen werden kann. Bei modernen Veloergometern (wie bei Activ Fitness vorhanden) ist die Messung der Herzfrequenz integriert.
 

Wissenswertes zum Thema Herzfrequenz

Unter dem Begriff “Herzfrequenz”, auch bekannt als “Herzrhythmus” oder “Puls”, versteht man die Anzahl Herzschläge pro Minute.

Eine hohe Ruhe-Herzfrequenz (gemessen am Morgen gleich vor dem Aufstehen) bedeutet nicht automatisch, dass die entsprechende Person untrainiert ist. Umgekehrt ist nicht jede Person mit einer tiefen Ruhe-Herzfrequenz (ausdauer-)trainiert. Entscheidend ist lediglich der relative Fortschritt, den Sie mit der Aufnahme eines regelmässigen Herz-/Kreislauftrainings erzielen können. Durch regelmässiges Ausdauertraining können Sie nämlich Ihre individuelle Ruhe-Herzfrequenz wesentlich senken. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Herz durch das Training stärker geworden ist.

Um Sie praktisch bei der Überprüfung der Herzfrequenz zu unterstützen, bieten wir Ihnen 3 verschiedene Modelle von Polar zu Sonderkonditionen an.

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Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter:

http://www.womenweb.de/bodyhealth/fitness/puls.html

http://focus.msn.de/D/DG/DGC/DGC22/dgc22.htm
http://www.sat1.de/lifebeauty/tobiasgreb/kolumne1/