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Frauenmantel
Bezeichnung: Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) - Familie der
Rosengewächse (Rosaceae)
Synonyme: Sinau, Sintau,Tränenschön, Taubecherl,
Liebfrauenmantel, Dächlichrut, Frauenhilf, Frauenrock, Hasenmänteli,
Herrgottsmänteli, Himmelstau, Marienmänteli, Perlkraut, Rägedächli,
Röckli, Taukraut.
Herkunft: Europa. Feuchte Wiesen, Weiden und Waldränder, bis 2600
Meter Höhe.
Die Pflanze: Der Frauenmantel ist eine zarte Pflanze mit
kelchartigen weichen fast kreisrund gezähnten Blättern. Sie wird ca. 15
bis 50 cm hoch und liebt einen feuchten alkalischen Lehmboden und wächst
am besten an halbschattigen Plätzen.
Der Frauenmantel ist eine perennierende (mehrjährige) Staude. Die
Pflanze bildet einen kurzen starken Wurzelstock aus dem die Blatt- und
Blütenstängel direkt austreiben. Die Stängel sind leicht abgeflacht,
gefurcht und neigt sich meist nach aussen, wenn die Blüten erscheinen.
Durch die kelchförmigen stark gewellten Blätter sammelt sich der
Morgentau in perligen Wassertropfen auf der Blattoberfläche.
Als Heilpflanze hat sich der Frauenmantel hauptsächlich in der
Frauenheilkunde bewährt, aber auch in anderen Bereichen kann er
hilfreiche Dienste leisten.
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Geschichte: Sinau (sin = immer, au =
Wasser), die Pflanze, welche immer Tau trägt. Die Druiden nutzten dieses
Pflanzenwasser für ihre rituellen Handlungen. Im Mittelalter sammelten
die Alchemisten dieses Wasser als natürliches Destillat und verwendeten
es als „Sonnentau“ zur Bereitung des „Stein des Weisen“. Der Name
Alchemilla kommt vom arabischen alkemelych (Alchemie). So bekam die
Pflanze von den Botanikern den Gattungsnamen Alchemilla.
Heilkundige loben das Kraut als „Universalspezifikum“ bei Frauenleiden. |
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Es findet Verwendung bei
aller Art von Frauenleiden. Durch die Kombination
der Inhaltsstoffe wirkt der Frauenmantel stärkend
und heilend auf die Beckenorgane.
Pflanzenteile: Frische oder trockene,
oberirdische, in Blütezeit gesammelte Blätter und
Blüten-Teile der Alchemilla vulgaris
Wirkstoffe: Gerb-, Bitterstoffe, ätherisches
Öl, Flavonoide, Glykoside, Harz
Verwendung:
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Adstringierend (zusammenziehend – der
obersten Gewebeschicht). |
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wundheilend,
bei Eiterungen |
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entwässernd |
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Durchfallerkrankung |
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krampfstillend bei
Menstruationsbeschwerden |
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entzündungshemmend Mund- u.
Rachenentzündung |
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Klimakterische Beschwerden |
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Anwendung: In der Küche werden
junge hellgrüne Blätter zerkleinert und Kräutersalaten beigemischt.
Schmeckt leicht bitter.
Tee: 2-4 g Tee mit 150 ml heissem Wasser übergiessen
(entsprechend 2 TL auf 1 Tasse Wasser) 10 Minuten zugedeckt ziehen
lassen. 3 Mal täglich eine Tasse zwischen den Mahlzeiten. Tagesdosis:
5-10g Tee oder ein Teekrug.
Der Tee schmeckt mild aromatisch und angenehm weich, ist leicht
zusammenziehend und erinnert an Grüntee. |
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http://www.jacaranda-blue.ch. |