Alles Leben kommt aus dem Wasser
 
Alle Pflanzen, Tiere und natürlich auch die Menschen haben ihren Ursprung im Wasser, in den Ozeanen, die vor Urzeiten, vor Milliarden Jahren, die Erde bedeckten. Entwicklungsgeschichtlich gesehen entstammen unsere Zellen dem Meerwasser. Die Natur kennt keine Zeit, keinen Wandkalender und keine Küchenuhr. Drei oder vier Milliarden Jahre sind für sie kein erheblicher Zeitraum. Oder anders ausgedrückt: Die Urzellen, die sich in jenen grauen Vorzeiten aus Elementen wie Sauerstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff oder Stickstoff entwickelt haben, unterscheiden sich im Prinzip gar nicht so wesentlich von den rund 70 Billionen Körperzellen, die unseren Körper bilden.
 

Wissenswertes über Wasser
 
  Wasser ist eine Flüssigkeit, die aus nur zwei Elementen besteht: Zwei Atome Wasserstoff (chemisch: H) verbinden sich mit einem Atom Sauerstoff (chemisch: 0) zu dem Molekül H2O.
  Wasser hat die Eigenschaft, in drei Formen (Aggregatzuständen) zu erscheinen: als gasförmiger Dampf, als Flüssigkeit und als festes Eis.
  Im Vergleich zu anderen Minimolekülen hat Wasser einen hohen Gefrierpunkt von o °C und einen hohen Siedepunkt von ioo °C. Weil auf der Erde meistens mittlere Temperaturen herrschen, formen sich die kleinen H2O-Moleküle im Allgemeinen zu flüssigem Wasser.
  Wasser bedeckt, in Ozeanen, Seen und Flüssen verteilt, mehr als die Hälfte der Erdoberfläche.
  Wasser hat einen hohen spezifischen Hitzewert. d. h., es wird viel Wärme oder Hitze benötigt, um Wasser aufzuheizen. Dies ist für die ganze Natur und auch für uns sehr wichtig. Wasser im Fluss oder im Meer erwärmt sich nur sehr allmählich und geringfügig – so dass Fische und andere Tiere, aber auch Wasserpflanzen, stets ihre gewohnten Temperaturen vorfinden.
  Für uns Menschen ist diese Eigenschaft lebensnotwendig, weil das Wasser in unseren Zellen und in unserem Körper seine Temperatur kaum verändert. Dies ist eine lebenswichtige Voraussetzung für Trillionen Stoffwechselreaktionen, die bei uns täglich ablaufen und die nur in einem sehr engen Temperaturbereich möglich sind.


Das Wasser und die Zellen

Der menschliche Organismus besteht zur Hälfte oder gar zu zwei Dritteln aus Wasser, je nachdem, ob es sich um einen jungen oder einen alten Körper handelt, ob ein Mann oder eine Frau betrachtet wird. Säuglinge bestehen z. B. bis zu 77 Prozent, eine erwachsene Frau zu 5o bis 55 Prozent aus Wasser. Die insgesamt hohe Menge an Wasser ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Doch wenn Wissenschaftler genau hinsehen, entdecken sie überall und in jedem Gewebe einen gehörigen Anteil an Wasser.



Körperflüssigkeiten
 
Die grösste Menge an Wasser befindet sich vor allem in unseren Körperflüssigkeiten, natürlich nicht in reiner Form, sondern mit verschiedenen Mineralstoffen und Eiweissen vermischt. Experten bevorzugen deshalb den Begriff "Körperflüssigkeiten", wenn es darum geht, das Wasser im Körper zu charakterisieren. In folgenden Flüssigkeiten ist Wasser enthalten:
 

In folgenden Flüssigkeiten ist Wasser enthalten:

  Blut     Schweiss
  Lymphe     Schleimsekreten
  Magen- und Darmsäften     Gehirnflüssigkeit
  Galle     Rückenmarksflüssigkeit
  Speichel     so genannte Synovialflüssigkeit, der Gelenkschmiere
  Urin     Tränenflüssigkeit

Wasser in festem Gewebe:

  Unsere Muskeln bestehen zu drei Vierteln aus Wasser; dies natürlich nur, wenn sie gut trainiert und genährt sind.
  Die Knorpel enthalten bis zu 80 Prozent Wasser.
  Unsere scheinbar trockenen Knochen bestehen zu 22 Prozent aus Wasser.
  Auch unser Bindegewebe ist zur Hälfte reines Wasser.
  Die Nieren bestehen zu 82 Prozent aus Wasser.
  Unser Gehirn enthält 74 Prozent Flüssigkeit.
  Die Leber besteht zu 6g Prozent aus Wasser.
  Auch unsere Fettzellen enthalten keineswegs nur Triglyzeride, also Fettmoleküle, sondern auch rund zehn Prozent Wasser.

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