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Folsäure - Garant für gute Laune
Der wohl am weitesten verbreitete
Vitaminmangel betrifft die Folsäure. Es gibt
kaum einen Menschen, der ausreichend von
diesem B-Vitamin in seinem Organismus hat.
Dabei ist gerade diese Biosubstanz für die
Produktion unserer Glückshormone so wichtig.
Das Vitamin Folsäure findet sich
hauptsächlich in pflanzlicher Nahrung, aber
auch in Leber, in der Tiere ja wieder ihre
Folsäure und andere Nährstoffe speichern.
Es ist ein sehr empfindliches Vitamin:
Licht, Hitze, sogar längeres Lagern bei
Zimmertemperatur zerstören es schnell.
Rohkostler sind also in Bezug auf die
Folsäureeinnahme im Vorteil.
Warnzeichen
für
Folsäuremangel
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Müdigkeit |
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Mangelnde
Lebensfreude |
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Unruhezustände, Verzagtheit |
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Zerstreutheit, Gedächtnisschwäche |
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Angstgefühle |
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Entzündungen
der Lippenschleimhaut |
Die Wirkung
von Folsäure
Das Vitamin Folsäure wirkt hauptsächlich im
Gehirn und Nervensystem, es ist dynamischer
Bestandteil der Rückenmarksflüssigkeit. Für
die Psyche ausgesprochen wichtig ist die
Wechselwirkung zwischen Folsäure, Vitamin
B12 und dem Eiweißbaustein Methionin, die
gemeinsam eine zentrale Rolle für unser
Wohlbefinden spielen.
Denn: Vitamin B12 wandelt den Eiweißstoff
Homozystein in Methionin um, das den
Folsäuremolekülen beim Bau und Einbau von
Nukleinsäuren in den Zellkern hilft. Dieser
Vorgang spielt sich in unserem Blut
bildenden Knochenmark ab. Weil hier in Tag-
und Nachtschichten Blutkörperchen produziert
werden, ist die unablässige Zellteilung
unerlässlich.
So
gelangt Folsäure zu den Körperzellen
Das Vitamin Folsäure ist fast immer
an Glutaminsäure bzw. deren Salze
(Glutamate) gebunden, die im
Dünndarm erst abgetrennt werden
müssen, damit das Vitamin für die
weitere Reise frei wird. Bestimmte
Proteine, z. B. in der Milch,
kümmern sich dabei ausschließlich um
Folsäuremoleküle und bringen sie zur
Mukosa, zur Darmschleimhaut. Auf
diese Weise bleibt das sensible
Vitamin vor den ständig
unersättlichen Darmbakterien
geschützt. |
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Die Hälfte
der Folsäuremoleküle wird in der Leber
gehortet, wobei sie wieder an Glutamate
gebunden werden. Diese Bindung erfolgt auch
in den Körperzellen, sie macht das Vitamin
erst aktiv. Bei einem Mangel an Vitamin B12
wird dieses bioaktive "Aufladen"
unterbunden, und das Folsäuremolekül sitzt
nutzlos gefangen in der Zelle. Dies ist
verhängnisvoll, denn an der Zelle, in den
Vesikeln, warten alle anderen Nährstoffe auf
Folsäure, um endlich die Glücksbringer
Serotonin oder Noradrenalin herstellen zu
können.
Stressbekämpfung durch Adrenalin
Fehlt Noradrenalin, wird zur
Stressbekämpfung vorwiegend Adrenalin aus
dem Nebennierenmark ausgeschüttet. Adrenalin
könnte man als den körperlich-animalischen
Aufputscher bezeichnen, Noradrenalin als das
Optimismushormon, das wir in vielen
Hunderttausenden von Jahren in unserem
Nervensystem entwickelt haben und das uns
von den Tieren unterscheidet.
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Wofür
Folsäure wichtig ist
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Blutbildung, Zellwachstum |
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Magen-Darm-Tätigkeit und -regeneration |
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Kräftiges
Haar |
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Gehirn und Nervenstärke |
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Magensäure
und Leberfunktion |
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Appetit |
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Hohe Verluste
bei Folsäure
Nur etwa die Hälfte - oft sogar nur 30
Prozent - des Nahrungsvitamins Folsäure
findet den Weg zu den Körperzellen.Wer unter
Krankheiten mit Erbrechen oder Durchfall
leidet, kann noch weniger Folsäure
verwerten. Bei Stress besteht ein
zusätzlicher Bedarf- dies gilt auch für
Menschen, die gern Alkohol trinken und
Zigaretten rauchen.
Der US-Forscher John A. Baron von der
Dartmouth Medical School in Hanover im Staat
New Hampshire fand 1998 heraus, dass beides
die Funktion von Folsäure im Stoffwechsel
beeinträchtigt. Dadurch werden so genannte
Darmadenome begünstigt, kleine Tumore, aus
denen Darmkrebs entstehen kann.
Rohkost ist
ideal für Folsäure
Folsäurereiche Lebensmittel wie alle
dunkelgrünen Salate oder Blattgemüse sollten
möglichst frisch gegessen werden, weil sonst
viel von diesem Nervenvitamin verloren geht.
Klein gehacktes oder^geschnittenes Gemüse
als Rohkost führt dem Körper Folsäure in
idealer Form zu. Frische, junge Blätter, z.
B. von Feldsalat oder Spinat, sollten
einfach roh gegessen werden. Legen Sie
deshalb regelmäßig einen Rohkosttag ein, an
dem Sie auf gekochtes Essen verzichten.
Ausgezeichneter Zusatz zur Ernährung ist
Bierhefe. Oder wie wäre es mit einem
Folsäurefrühstück: Ein Müsli mit
Weizenkeimen und etwas frischem Obst, dann
ein Ei mit Vollkornbrot.
Folsäure-Gehalt in Lebensmitteln
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Lebensmittel |
Mikrogramm
(je 100 Gramm) |
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Weizenkeime |
520 |
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Sojabohnen |
230 |
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Schweineleber |
220 |
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Eigelb |
154 |
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Fenchel |
100 |
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Chinakohl |
85 |
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Spargel |
85 |
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Spinat |
80 |
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Blumenkohl |
55 |
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Endivien |
50 |
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Roggenvollkorn |
40 |
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Kopfsalat |
35 |
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Linsen |
35 |
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Brokkoli |
35 |
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Haferflocken |
25 |
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Vollkornreis |
16 |
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